Zur Umbenennung der Bischoff-Janssen-Straße

Die PARTEI Duderstadt begrüßt den Vorschlag der SPD Duderstadt zur Umbenennung der Bischoff-Janssen-Straße in Barbara-Blaine-Straße. Ein entsprechender Vorschlag wird vom PARTEI-Mitglied im Ortsrat der Ortschaft Gerblingerode, Enrico Thiele, eingebracht.

Die im Jahr 2017 verstorbene Barbara Blaine hat als Gründerin des „Survivors Network of those Abused by Priests (SNAP)“ weit über die USA hinaus einen bedeutenden Beitrag zur Aufklärung von sexuellen Übergriffen von Priestern beigetragen. Bereits in den 1980er Jahren machte sie ihre Erfahrungen und ihren Leidensweg öffentlich. Im Jahr 1988 gründete sie das Netzwerk SNAP, das heute in 56 Staaten tätig ist.

„Eine Umbenennung der Bischoff-Janssen-Straße ist für uns alternativlos. Die Zeit, die zwischen öffentlich werden der Vorwürfe und der Veröffentlichung des schlussendlichen Gutachtens vergangen ist, ist absurd lang. Entsprechend ist es jetzt höchste Zeit zu handeln. Der Vorschlag der SPD Duderstadt ist für uns dabei der bestmögliche Weg. Wir haben die Gelegenheit hier ein Zeichen zu setzen, und das sollten wir auch tun.“, begründet Florian Lillpopp, Mitglied des Stadtrates und Vorsitzender der PARTEI Duderstadt seine Unterstützung für diesen Vorschlag.

„Die Umbenennung der Straße von einem Täter hin zu einem Opfer ist ein mächtiges Zeichen. Wir würden hier nicht nur einem Opfer von Missbrauch durch katholische Priester ein Denkmal setzen, sondern vielmehr dazu beitragen, das Leid vieler Opfer zu lindern und den Kampf zur unabhängigen Aufklärung dieser Verbrechen stärken und bewusster machen für die Öffentlichkeit“, erklärt Enrico Thiele, Mitglied des Ortsrates Gerblingerode, seine Motivation hinter dem Wunsch die Bischoff-Janssen-Straße zukünftig nach Barbara Blaine zu benennen.

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